Der Planungsverband Buschhaus hat den Gewinnerentwurf des Ideenwettbewerbs 2025 beim Norddeutschen Landschafts¬architekturpreis des bdla (Bund deutscher Landschaftsarchitekt:innen) eingereicht. Eine Jury hat nun die Vorauswahl getroffen und ihn unter die ersten 24 gewählt.
Die vier norddeutschen bdla-Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen+Bremen und Schleswig-Holstein loben in diesem Jahr erstmals den Norddeutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2026 aus. Bis zum 30. Januar 2026 konnten Projekte eingereicht werden. Der Planungsverband Buschhaus hat sich mit dem Gewinnerentwurf des 2025 durchgeführten Ideenwettbewerb zum Helmstedter Revier beteiligt.
Insgesamt wurden 107 Projekte eingereicht. Eine 7-köpfige Jury hatte nun die Qual der Wahl, 24 auszeichnungswürdige Projekte auszuwählen, unter denen sich auch der Beitrag zum Helmstedter Revier befand. Bis zum 1. Juni 2026 ist nun das Publikumsvoting des Wettbewerbs freigeschaltet. Interessierte können ab sofort auf der Seite des bdla für ihren Favoriten abstimmen. Die Teilnahme ist anonym und kostenlos. Lediglich eine Email-Adresse ist anzugeben. Aus Sicherheitsgründen erhalten die Teilnehmer einen persönlichen Zugangslink an diese Adresse - mit einem Klick gelangt man dann direkt zur Abstimmung. Jede Email-Adresse ist nur zur einmaligen Abstimmung zugelassen.
Zum Voting: https://www.bdla.de/de/norddeutscher-landschaftsarchitektur-preis/35
Mit einem freiraumplanerischen Ideenwettbewerb sollte ein ganzheitlicher Ansatz für die Transformation des ehemaligen Braunkohlereviers im Landkreis Helmstedt entwickelt werden. „Transformation – vom Braunkohlerevier zur Grünen Energielandschaft“ lautete schließlich der Titel der Einreichung, die im Juni vergangenen Jahres zum Sieger des Ideenwettbewerbes gekürt wurde. Ausgelobt wurde er 2025 vom Planungsverband Buschhaus und dem Regionalverband Großraum Braunschweig. Verfasser des Gewinnerentwurfes sind „Glück Landschaftsarchitektur GmbH“ gemeinsam mit „Labor für urbane Orte und Prozesse“, beide aus Stuttgart. „Der Entwurf des Büros Glück zeichnet sich dadurch aus, dass er eine klare Vision für einen Landschaftspark kreiert, die zukunftsweisende Energiegewinnung und Produktion mit der einzigartigen Geschichte des Helmstedter Reviers und dessen Potential als Erholungsraum verbindet –. Insgesamt stimmig, gesamtheitlich und in den Lupen gut ausgearbeitet. Ich freue mich sehr, dass die Jury diese Einschätzung teilt und wir auf eine Auszeichnung hoffen dürfen“, so der Geschäftsführer des Planungsverbandes Buschhaus, Henning Konrad Otto, der auf zahlreiche Teilnehmer des Publikumsvotings hofft.
Zum Wettbewerb Norddeutschen Landschaftsarchitekturpreis:
Mit dem Norddeutscher Landschaftsarchitektur-Preis werden herausragende Leistungen der Profession im norddeutschen Raum gewürdigt. Er ist eine Standortbestimmung zu hochwertigen Konzepten und Projekten für die Freiraum- und Landschaftsentwicklung in einer außerordentlich vielfältigen Region — zwischen Metropole und ländlichem Raum, zwischen Küste und Mittelgebirge.
Dabei soll der Beitrag der Landschaftsarchitektur zu einer Reihe von ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen demonstriert werden: Der Umgang mit Wachstum, Nachverdichtung und Klimawandel, der notwendige Schutz von Biodiversität und Ressourcen sowie die Verständigung über zeitgemäße Wohn-, Arbeits- und Mobilitätskonzepte kennzeichnen das anspruchsvolle Arbeitsumfeld, in dem Landschaftsarchitektur sich heute zu bewegen hat.
Entsprechend vielschichtig sind die Qualitätskriterien für Arbeitsergebnisse, die als richtungsweisend für die soziale und ökologische Entwicklung von Stadt und Landschaft prämiert werden sollen. Die Bandbreite der Tätigkeitsfelder zeigt sich in den verschiedenen Auszeichnungskategorien dieses Wettbewerbs. So ist der Norddeutsche Landschaftsarchitektur-Preis auch ein Kaleidoskop zum Diskussionsstand, was zukunftsfähige Landschaftsarchitektur gegenwärtig in unserer Region ausmacht. Der Norddeutscher Landschaftsarchitektur-Preis wird im Zusammenschluss der Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen und Schleswig-Holstein ausgelobt.
Ziel des Wettbewerbs ist es,
• das Arbeitsfeld und die Expertise der Landschaftsarchitekt:innen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen,
• die Verantwortung der Landschaftsarchitekt:innen im Umgang mitbegrenzten Ressourcen durch soziale und ökologische Qualitäten von Stadt und Landschaft herauszustellen,
• einen besonderen Einblick in aktuelle Themenfelder, neue Herausforderungen und sich verändernde Herangehensweisen in dieser Region zu liefern,
• die Profilierung von regionaler Identität in Baukultur und Gestaltqualität durch Landschaftsarchitekt:innen in ihrer Zusammenarbeit mit Planenden aus anderen Fachdisziplinen zu würdigen,
• beispielhafte und innovative Forschungsergebnisse, Konzepte und Bauprojekte auszuzeichnen,
• den Mut zum Experiment sowie neue Formen von Zusammenarbeit und Beteiligung zu stärken.
Im Ergebnis wird der Norddeutscher Landschaftsarchitektur-Preis einen Raum schaffen, herausragende Leistungen der Profession in dieser Region zu zeigen und zu feiern.
Quelle: bdla